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Zweiter Abschnitt. Zweites Kapitel.
Quadrate seiner Entfernung von der Sonne umgekehrt pro-portional ist.
§. 55.
Untersuchen wir jetzt, oh und w r ie sieh das im vorigen§. unter der möglich einfachsten Annahme erhaltene Resul-tat im Falle der Natur modiiicirt, wo die Bahnen der Pla-neten Ellipsen sind. Wir wollen deshalb die allgemeinenFormeln {!)) in §. 36. für die Kräfte T und V bei einerdurch ihre Polarcoordinaten gegebenen Bewegung zu Hülfenehmen und sie mit den zu Ende vorigen Kapitels entwickel-ten strengen Formeln der elliptischen Bewegung in Verbindungbringen.
Weil die Flächengeschwindigkeit des Radius r constantist (§. 52.), so wird U----0, d. h. die gesuchte Kraft wirktin der Richtung von r (§. 37. a.) und rcducirt sich aufT r" — re' 2
allein, wo v' eben so, wie l' in §. 36., die Winkelgeschwin-digkeit von r bedeutet. Nun ist nach den Formeln (9) und(10) in §. 52.:
v -
_ i; r~r
und r
l.e
Vp
sin d, folglich
l;e
r == —- v' cos v -
V p
H-e
COS V ,
11; (p — r)
weil nach (1) in §. 49. e cos v = (p — r) : r ist. Mitsen Werthen für r" und d ergiebt sich aber:
r £ 7./.' ()> — r) I;l;p 1;1; n 2 « 3 tc
t 5 r 5 rr rr prr '
die—
Wir schliessen hieraus: 1) dass die einen Planeten trei-bende Kraft stets nach der Sonne zu gerichtet ist, — nichtabrvärts von derselben, wegen des negativen Werlhes vonT —; 2) dass diese Kraft für verschiedene Entfernungeneines und desselben Planeten von der Sonne dem Quadrateder Entfernung umgekehrt proportional ist; 3) dass aberauch, weil das Product n 2 « 3 oder Ick für alle Planeten den-selben Werth hat, die Kräfte, mit denen verschiedene Pla-neten nach der Sonne getrieben werden, im umgekehrtenVerhältnisse der Quadrate der Entfernungen von der Sonne