Vorrede.
V
oder Cosinussen der Vielfachen der Veränderlichen fortlau-fende Reihe entwickelt werden kann, lässt sich leicht zeigen,dass jede Bewegung eines Punktes durch Zusammensetzunggleichförmiger Kreisbewegungen so nahe, als man will, dar-gestellt werden kann. Insbesondere wird hiernach die nahekreis - und gleichförmige Planetenbewegung ausgedrückt wer-den können durch Zusammensetzung einer gleichförmigenKreisbewegung, welche die mittlere Bewegung des Planetendarstellt, mit andern Bewegungen derselben Art, nur dassbei letztem die Halbmesser der Kreise ungleich kleiner, alsbei der erstem, sind. Als Vorbereitung zu der Lehre vonder Planetenbewegung habe ich daher am Ende des erstenAbschnittes die — obwohl nur dem Scheine nach ■— inder Astronomie veraltete und chtele Theorie der
Epicykeln wieder in’s Leben g n, und, wie ich glaube,nicht ohne guten Erfolg. Denn die ganz leicht sich ergeben-den Formeln für die Kräfte, durch welche eine epicyklischeBewegung hervorgebracht wird, sind späterhin das Mittel,durch welches umgekehrt die von den störenden Kräften inden planetarischen Bewegungen bewirkten Ungleichheitenohne Anwendung weiterer Kunstgriffe bestimmt werden.
Im zweiten Abschnitte werden die im ersten ent-wickelten Grundlehren der Dynamik auf den nach Kepler’sGesetzen geregelten Lauf der Planeten um die Sonne undder Nebenplaneten um ihre Ilauptplanelen angewendel unddie Kräfte bestimmt, durch welche diese Bewegungen hervor-gebracht werden. Das Newton’sche Gesetz der allgemeinenAnziehung ist das endliche Resultat dieser. Untersuchung.Es würde überflüssig sein, hier in das Einzelne näher ein-zugehen; nur auf die anderswo vielleicht noch nicht ge-machte Bemerkung in §. 43. will ich noch hiuweisen, dassnämlich die elliptische Ungleichheit der Planetenbewegung