ander aufheben, und man ein sicheres Resultat er-halte , welches nicht durch Beohachtungsfehlerentstellt ist.
37.
Bey den Barometermessungen in Bergwerkenwerden noch besondere Vorsichtsmaßregeln er-fordert, wenn man ein sicheres Resultat habenwill.
Die Wärme in der Erde ist gewöhnlich 10bis 12 Grad über Null, und daher besonders imWinter von der an der Oberfläche derselben sehrverschieden. Diese Verschiedenheit in der Tem-peratur verursacht eine beständige Zugluft in denBergwerken, welche die Bergleute, den Wet-terwechsel nennen. Die erwärmte Luft steigt,weil sie leichter ist, nach äerostatischen Gese-tzen in der kälteren auf, es entsteht nun in denSchächten ein Saugen ; und die kältere Luft ziehtzu den Stollen oder in den niedrigem Schächtenhinein; sie vertheilt sich im innern des Bergwerks,w ■ ■ d liier erwärmt und zieht als warme Luft wie-der zu den hohem Schächten hinaus.
Wenn man bey Bergwerken mifst, so mifstman entweder über der Erde oder in der Erde.
Im ersteren Falle ist man z. B. wenn man dieHöhe der Hängebank eines Schachtes über derSohle vom Mundloch des Stollens bestimmen will.Man wiegt dann mit dem Barometer die Schwe-re der Luftsäule, die außerhalb des Berges ist.