Die ganze Lehre beruht auf dem Satz: dafsdie Atmosphäre eine gleichförmige Flüssig-keit sey, welche sich von oben nach untenregelmässig verdichtet. Wenn dieser Druckaber durch chemische Processe örtliche Ungleich-heiten erhält, z. B. durch schwere Hagel- oderGewitterwolken, so ist es unmöglich die Höheder Berge mit dem Barometer genau zu messen,da die Rechnung auf diese Ungleichheiten imDruck keine Rücksicht nimmt.
XI.
An keinem Instrumente ist so viel gekünsteltworden, als am Barometer. Herr de Luc hatin seinem vortrefflichen Werke über die Atmo-sphäre, über ein Dutzend verschiedener Artenvon Barometern abgebildet, und dieses ist nochnicht die Hälfte, wenn man die hinzurechnef,die in neuern Zeiten angegeben worden. Allesind mehr oder weniger zusammengesetzt, Diegenauesten , die einfachsten , die wohlfeilstensind, nach meinen Erfahrungen, die oben an-geführte Heber- und Gefäfsbarometer.
Welches von beiden vorzuziehen sey, mögteschwer zu bestimmen seyn. Ein Liebhaber wirdsich beide anschaffen, da man mit einem Baro-meter keine Höhenmessungen anstellen kann,die irgend ins Grofse gehen. Das Heberbaro-