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Zweites Jahresgedächtniß des 20. Novembers 1837
Entstehung
Seite
84
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mehr vermischt und einander durchwachsen läßt durch Aufhe-bung alles Unterschiedes, oder sie durch Verneinung aller Ein-heit von einandcrreißt. In dem ersten Falle, der Vermischungnämlich, bilden sich dann entgegengesetzte, panthcistische Lehrenaus; einerseits die: daß alle Creatur und alle crcatürlicheFreiheit in Gott und seiner unbeschränkten Willcnsmacht auf-gehend sich nullifiziren müsse; andererseits: daß in der Creaturallein die wahre Realität gegeben, Gott aber als eine Abstrak-tion von ihr abgezogen, auch nur in ihr concretcs Daseynhabe« Im zweiten Falle aber löst die Irrlehre Gott gänzlichab von aller Creatur, alle Einwirkung der Vorsehung in dieGeschichte völlig läugnend und verwerfend; und dieser ethischeAtheism setzt sich dann, den theoretischen vorbereitend, in die Mittezwischen beidepantheistischenMomente, den Uebergang vom Einemzum Andern anbahnend. Indem diese wahnhaften Anschauungender Weltregierung in die Regierung der Kirche und des Staateshinübergetragen worden, haben dann in diesen Gebieten allejene Irrlehren sich entwickelt, die wir eben aufgezählt.

Alle diese Doctrinen hätten im Bereiche der Schule sichverbraust, hätten sie nicht Träger gesunden, die ins praktischeLeben sie eingeführt; oder vielmehr, hätten sie nicht in solchenlebendigen Trägern sich zuvor entwickelt, ehe dann die Schuleim Buchstaben sie aufgefaßt. Solchen Dienst aber hat ihnen, insofern sie ins kirchliche Gebiet hinübergriffen, der chrenwertheStand der Priesterschaft zuerst geleistet, als ihrer ein Thcil inspäteren Zeiten des Mittelalters, da mit cinemmal eine Fluthvon Alterthum, Heidcnthum, heidnischer Kunst und Wissenschaft,