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Zweites Jahresgedächtniß des 20. Novembers 1837
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wieder inS Gleiche bringen? Also wirke man, wenn es nochTag ist, in der Nacht kann niemand wirken!

Der Anfang znr Umkehr aber ist in der Selbstbesinnungdie Erkenntnis«; die Erkenntnis«, daß es eine falsche Doctringewesen, die auf den Irrweg verleitet hat. Die Doctrin aberist dieselbe, die zu aller Zeit die Welt verwirrt; in der neuestenZeit aber auf die äußerste Spitze hinausgetrieben, sie gänzlichzu zerrütten und umzustürzen droht. Es ist die Lehre, diejedes höhere, haltende, fassende, bindende, begränzende gött-liche Recht ableugnend, die selbstständige Quelle des Rech-tes in dem Willen des jedesmaligen Machthabers, die Wur-zel desselben also im Rechte des Stärkeren sucht. Je nach-dem nun dieses Recht den Einen oder die Menge zum Macht-Haber gemacht, hat es uns im Staate die Lehre vom Absolu-tism des Selbstherrschers, und ihr entgegen, die von derSouveränität des Volkes; in der Kirche aber die von derunbedingten Macht des Oberhauptes, oder der Kirchengemeindegebracht. Auf die Verhältnisse der Kirche zum Staate ange-wendet, hat es bald der Ersten unbeschränkte Gewalt überden Andern eingeräumt; dann wieder im Gegensatze denStaat über die Kirche hoch hinausgesetzt, und diese als die-nende Macht ihm beigegeben. Der Grund all dieser Irrun-gen ist der Fundamentalirrthum gewesen, der sich in die Auf-fassung der Relation Gottes zur Creatur, der göttlichen Frei-heit zur creatürlichen Freiheit, eingeschlichen; und der, stattdieß Verhältniß, als in lebendig freier Wechselwirkung auf ge-genseitige Harmonie gestellt, aufzufassen, beide Momente viel-