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Zweites Jahresgedächtniß des 20. Novembers 1837
Entstehung
Seite
81
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St-und gegen solche Fälschung und Vcrsehrung hat die Zeit keineHilfe; das Uebel statt sich zu bessern, bösert sich vielmehr im-mer fort.

Das nun eben ist es gewesen, neben der Nechtsweige-rung nach der einen Seite hin, die principienhafte Vcrkeh-rung des Rechtes, nach der Andern, was die Jnstincte deskatholischen Volkes so tief verletzt; so daß, indem alle vonGott selbst eingepflanzten Nechtsgefühle sich in ihm empörtUnd zur Abwehr sich gerüstet haben, daraus die standhafte,Unerschütterliche Haltung desselben, die wir bewundern mußten,hervorgegangen. Aber auch andererseits hat das teutsche Ge-müth sich weder bezwingen noch verläugnen können; und in-dem der Nechtflnn, der in Keinem von uns je sich ganz blen-den und beschwichtigen läßt, von Zeit zu Zeit immer wiederden Dunst der Sophisterei durchbrochen, und das Gewissengleichfalls seinen Einspruch geltend gemacht, hat sich dasSchwankende, Zaghafte, Ungewisse, das alle genommenenMaaßregeln bezeichnet, als nothwendige Folge der innernUnsicherheit ergeben. Jene Einräumungen, jetzt gemacht, undim nächsten Athcmzuge wieder zurückgenommen; jene theore-tischen Eingeständnisse, durch das praktische Verfahren wiederaufgehoben; die gewaltthätige Mäßigung mit mäßiger Gewalt-thätigkeit, die hatte Milde bei milder Verhärtung; jene ungedul-dige Langmuth mit langmüthigcr Ungeduld versetzt; dieser steteWechsel von sogenannter Energie und Versöhnlichkeit, diesesfortgesetzte Zurücknehmen der Bejahung durch eine hinzuge-fügte Verneinung, und dieser wieder durch eine abermal nach-geschickte Negation: all dies Wanken und Schwanken, diesWagen und Zagen, es ist nichts als der Ausdruck des har-ten Kampfes, denn das bessere Wesen und der gute Grund

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