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Gstr. Die zweite Allocution hat die Berliner in Wnthgesetzt, man reißt sich um die Blätter, die sie enthalten.
Str. Der Eindruck der ganzen Sache, der sich kaumam Rheine merklich macht, geht spurlos vorüber.
Gstr. Das Ende des unseligen Streites, der sich im-mer mehr zu verwickeln droht, wird sehnlichst herbeigewünscht.
Str. Daß die Religion der Katholiken nicht gefährdetist, wissen sie gewiß; darum schmerzt es tief, daß der Buch-stabe des Gesetzes angegriffen wird.
Gstr. Unsere milde Negierung, die immer'bemüht ge-wesen, die wahren Bedürfnisse ihrer katholischen Unterthanenzu befriedigen, wo höhere Staatsrücksichtcn es gestatten, mußauf's tiefste den Geist beklagen, der urplötzlich in zwei Drit-theilen des Reichs sich kund gegeben, und nun jede Beleh-rung und Ermahnung von sich stößt.
Str. Fortan sollen alle Kinder gemischter Ehen in derevangelischen Eonfession erzogen werden, auch soll die Ueber-gabe der 142 schlesischen eingezogenen Kirchen an die Prote-stanten jetzt unverwcilt von Statten gehen.
Gstr. Wie verlautet, dürfte bei veränderter Politik derStreit über die gemischten Ehen ganz aufgegeben, und derkatholischen Geistlichkeit in der Erfüllung ihrer kirchlichenBorschristen kein ferneres Hinderniß aufgelegt werden.
Zuletzt singt aber der Kukuk wieder das alte Lied; »dieStimmung in Posen ist nicht so, daß sie auf eine allgemeineUnzufriedenheit könnte schließen lassen. Fast überall hört manden Bauer unumwunden darüber sich aussprechen, daß diePriester und die der alten Zeit noch angehörenden Gutsbesi-tzer nur dahin trachten, den Bauer wieder zu unterjochen,und er beginnt die Abführung des Erzbischofs als eine nichtunverdiente Strafe für die Uebertretung der Landesgcsetze an-