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Sturmgeläute, Vorbereitungen zum Aufstande werden ihmangeschuldigt, aber später wird Alles lügenhaft befunden.
Der Erzbischof wird in Kolberg eingeschlossen, und dafür,daß er seine heiligste Pflicht erfüllt, das Urtheil des incompe-tcntcn Obcrlandsgerichtes, nach einem unverbindlichen Rechtgefällt, von sechs Monat VerHaft, unerhört bisher in dertcuschen Rechtspflege, nochmal auf Festungsstrafe von un-bestimmter Dauer verschärft; alles jedoch unbeschadet derfeierlich zugesicherten Gewissensfreiheit sämmtlicher katholischerUnterthancn. Die Glocken verstummen unterdessen durch dieganze Diöcefe, die Orgel schweigt, die Altäre werden ver-hüllt, das Volk drängt sich um sie her, allgemeine Kirchen-trauer wird strenge beobachtet, klr populus wisüs tlobir.
So spielt das Drama im ganzen Verlauf, zwischendurchaber spricht der Chor.
Strophe. Die Aufregung hat bedeutend nachgelassen.
Gegenstrophe. Die gereizte Stimmung der Gemüther amRheine und in Polen will sich noch immer nicht zum Ziele legen.
Str. Die Stimmung in Posen hat sich seit dem Streitenicht geändert. Der Paroxismus ist vorübrr, der Reiz derNeuheit ist genommen, Ruhe und Besonnenheit kehren zurück.
Gstr. Die Trauer in der Gncsenposncr Erzdiöcese ist nicht einebloß kirchliche geblieben, sie hat dort das ganze Leben durchdrungen.
Str. Die endliche Normirung der Angelegenheiten istnur vom ungehemmten Walten der Landcsgesetze zu erwarten.
Gstr. Unsere erleuchtete Regierung, deren Toleranz mitRecht hochgcfeicrt wird, läßt keinem Zweifel Raum, derStreit werde durch versöhnliche Maaßregeln nächstens beigelegt.
Str. Die Gcmüther haben sich abgekühlt, die zweiteAllocution hatMnen Eindruck hervorgerufen.