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Zweites Jahresgedächtniß des 20. Novembers 1837
Entstehung
Seite
67
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Hermesianer heraus! wozu hätten wir sie gehegt, wennsie in unscrn Nöthen uns ihren Beistand weigerten; hinein mitihnen in die geschlossene Phalanx der Pricsterschast; o Jugenddie Philister über dich! Die Hermesianer gehen ein, die Ju-gend geht aus; die Hermesianer bilden einen Keil, die Pric-sterschast bildet eine Zange; der Clerus bleibt ungetheilt, wohlaber thcilt sich die über ihn gesendete Parthei zum Besserenoder zum Schlimmeren. Des Volkes Sinn aber bleibt unge-theilt derselbe.

Einen Primas muß die deutsche Kirche haben, der Pri-mas ist in den schlesischen Gebirgen ihr geboren; rufen wirden Primas aus, damit er dem dreigekröntcn Oberpriestcr diekalte Spitze biete! Heil dem edeln Fürstbischof, dem Primasder deutschen Kirche, von Katholiken und Protestanten gleichsehr geehrt; möge er noch lange mit Glück und ohne Collision sein hohes Amt verwalten! Aber es will sich nicht bestätigcn, daß der Heiland an der Oder das Licht erblickt; derStern bleibt aus, der Primas wird nicht ausgerufen, desVolkes Sinn bleibt unbeweglich.

Nein, nein, nicht also! nur mit halben Maaßregeluwerde nicht cinhergehinkt! eine allgemein germanisch-christ-liche Kirche werde eingeführt, in der Katholizism und Pro-testantism gleichmäßig aufgegangen ruhen! Der Staat alsBräutigam darf nur mit dieser seiner Kirchenbraut in einerCivilehe verbunden werden; jede andere Privatche wird dannnach dem Bilde dieser öffentlichen gemodelt; die Priesterschasiwird ganz entbehrlich, und Alles legt sich von selbst zumZiele. Aber Ehen werden im Himmel abgeschlossen, und derHausherr oben weigert den Conscns, denn seine eigene Ehemit der altkatholischen Braut müßte erst ausgelöst und ver