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lichsten Herablassung die Nebcrzcugung zu geben gesucht, daßja die katholische Kirchenfrcihcit durchaus nicht gefährdet scy,sondern daß der Schritt gegen den Erzbischof von Köln nureine durch den Starrsinn und Ungehorsam des Prälaten noth-wendig gemachte Polizeimaaßregel sey; aber die katholischeParthei beharrt hartnäckig auf ihren vorgefaßten, irrigenMeinungen, und leider sind es sogar auch die Gebildetenunter den Katholiken, welche fortwährend behaupten, es handlesich um eine Lebensfrage ihrer Kirche. Daher allein erklärtes sich auch, wcßhalb sich beim Empfang des Prinzen nichtdie gewünschte Theilnahme gezeigt hat..... Woran aber im-mer das Publikum in seiner Engherzigkeit es mochte fehlenlassen, die Beamten und das Militär haben überall sich bcei-fert, die ausgezeichnetste Herzlichkeit und Ergebenheit an denTag zu legen, und zu beweisen, daß sie die Kälte der katho-lischen Bevölkerung nickt nur durchaus mißbilligen, sondernauch reichlichen Ersatz dafür zu geben im Stande sind, wiees wohlgesinnten Staatsdicnern geziemt.«')
Man spreche doch nicht weiter von der verdammtenSache, die ja längst schon abgethan, und bei der, wie wir jaAlle wissen, das ganze Recht auf Seiten des Staates ist. Inder That, sie sprechen nicht mehr davon in Berlin, wo siestets das Verfahren gegen den Erzbischof als eine nothwendigeMaaßregel betrachtet haben; die Angelegenheit hat dort allesöffentliche Interesse ganz verloren. Am Rheine, in Westphalcn,in Polen und anderwärts aber sprechen sie fort davon, wie siezuvor gesprochen, denn des Volkes Sinn ist immer noch derselbe.
1) Vom Rheine. Augsb. allg. Zeitung lello. i97^iö. Juli 18391>. 1572.