Druckschrift 
Zweites Jahresgedächtniß des 20. Novembers 1837
Entstehung
Seite
58
Einzelbild herunterladen
 

ihr das Augenlicht verhüllt! Jetzt oder »immer, die Fürstender Erde sind mit uns, denn sie haben an ihrem HochmuthAcrgerniß genommen; sind wir erst der Alten Meister, wirdNimrods Reich nicht länger bestehen. Also wird mit Piken,Acxten, Hämmern, Mauerbrechern in gewohnter Weise vor-gegangen. Aber mitten im Werke befallen Kindeswchen dieStürmerin, und sie kömmt am Ufer jenes Alpensces kreisendnieder; denn durch den Leib der Mutter hat die Vipcrnbrutdort sich durchgefrcfscn, ihr Leben hat der Gcbcrin den Tod ge-bracht. Schaut in den Spiegel, ihr gebrannten Thoren, ihrschaut in ihm eure Zukunft, eure Geschichte; die Geschichteder künftigen Tage wird in einer Thierfabcl schonend vor Euchaufgeführt.

Darauf sind die Weisen und Philosophen des jüngstenWurfes scharf auftretend herangeschritten; die Arche ihresWundes, den absoluten Vernunststaat auf ihren Schulternschleppend. Seht hier ihr Wölker euer Heil! wendet von derkindisch gewordenen Thörin euer Auge ab, und neigt euch vordieser Lade, über der der Geist des Wegriffes thront in seinerHerrlichkeit. Dies ist der Staat, der, nachdem er alle Ge-gensätzlichkeit überwunden, als die sich wissende concrete Tota-lität, allen andern Staaten vorangeht; nach außen keiner wei-teren Vervollkommnung bcnöthigt, und nur noch nach innendurch weitere Vermittlung zu bcsondern. Und sie werfen sichvor dem Heiligthume nieder und machen ihre »Begehungen«;ihre Mäntel sind wohl drapirt, und ihre Bärte gut ge-kämmt. Da kömmt etwas dahergeflogen, halb wie ein Würst-lein, halb wie ein Farrenwadel anzusehen, und es geht mitder Gravität und den Begehungen schnell zu Ende. EinKnurren und ein Zähnfletschen intonirt zuerst; dann geht es