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Die preußische Preßgesetzgebung, ihre Vergangenheit und Zukunft
Entstehung
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gemacht ist, ferner die Bedingungen, an welche die Debitsfä-higkeit der im Auslände erschienenen Schriften geknüpft ist,und die Maaßregcln, wodurch bereits gedruckte Schriften außerVerkehr gesetzt werden.

k. Inländische Presse.

l , Preßfrcihcit (Repressiv-System.)u) Begriff und Gegenstände.

5- 4.

Folgende Erzeugnisse der Preußischen Presse sind unter dasPrinzip der Preßfrcihcit gestellt, und unterliegen mithin keinervorgangigcn Druckgenehmigung:

l) Musikalien"). Diese Preßfrcihcit gründet sich aufdie Unmöglichkeit, durch Musik-Noten die öffentliche Ordnungzu gefährden. Es ist zwar der Fall vorgekommen, daß manauch Melodien für censurwidrig gehalten hat; die Hugenottenvon Mcycrbccr kamen im Jahre k830 im KönigstädterTheater nicht zur Aufführung, weil bekannte Melodien vonKirchenliedern darin profanirt sein sollten. Jndcß bezog sichdieses Bedenken nicht auf den Druck oder Debit der Partitur,sondern nur auf die öffentliche Aufführung des Stückes, waralso ein Bedenken der Thcatcrccnsnr, welche in der polizeilichenAufsicht über theatralische Vorstellungen besteht und nach an-deren Prinzipien als die Bücher-Ecnsur ausgeübt wird.

Die Preßfrcihcit der Musikalien erstreckt sich aber nichtauf den hinzugefügten Text, insofern die Partitur nicht 20

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