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Die preußische Preßgesetzgebung, ihre Vergangenheit und Zukunft
Entstehung
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öcit länger als Jahresfrist ist die öffentliche Aufmerksamkeitin Preußen auf die Entwicklung der Presse gerichtet, die durchzeitgemäße Erleichterungen größere Bedeutung gewonnen, dasInteresse an vaterländischen Angelegenheiten belebt, und dadurchdie allgemeine Erwartung auf den Spielraum gelenkt hat, dendie Regierung ihrer freien Bewegung einräumen wird. Leb-hafter und mit allgemeinerer Theilnahme wird kaum etwas er-örtert, als die Preßfrage. Dabei ist es lehrreich, zu bemerken,mit welcher Zuversicht die Grundlagen des neuen Gesetzes überden Gebrauch und die Beaufsichtigung der Presse, mit dessenBcrathung die Regierung beschäftigt ist, besprochen werden.An dies Gesetz hört man die aller verschiedensten Forderungenmachen. Einige verlangen, daß die Regierung den ganzenBorrath von vorbeugenden Maximen über Bord werfen undsich den stürmischen Wogen der Preßfreiheit am Steuer desVertrauens, das sie nicht blos fordern, sondern auch vcrwilli-gen müsse, hingeben solle. Diese Forderung gehört der raschenZugend an, die auf der Arena der Presse sich unblutige Lor-beeren erkämpfen möchte. Andere wollen die Presse zu einemliterarischen Parlament erheben, das die auf den Grundbesitzbasirtc ständische Vertretung ergänzen und den vielen patrio-tischen und urthcilssähigen Männer», die keinen Zutritt zum