1)0
die Häupter der dem französischen Interesseergebenen Parthcy, der Louis Ferdinand undHardenbergs Freunde standhaft entgegen ar-beiteten. Der Prinz fuhr in seinen Bemü-hungen, den festen Friedenssinn des Königszu erschüttern, mit zudringlicher Beharrlich-keit fort, und als ihm der König besungenseinen Unwillen äusserte, stellte sich der Prinzan die Spitze der Ehrsüchtigen, die das Pu-blicum recht geflissentlich für den Krieg stimm-ten, die ihre wüthcnde Stimmung in Mo-naths- und Tagesblättcr ausgössen. Diesemurrten und tobten besonders zu der Zeit,als Friedrich Wilhelm, nach der Schlachtbey Austerlitz, von seinem Entschlüsse, andem Kampfe gegen Napoleon Theil zu neh-men, wieder abgicng; als Haugwitz durchden wiener Vergleich alle Aussichten zumAusbruche der Feindseligkeiten hemmte. Manscheute sich zu Berlin nicht, das Benehmendes Grafen von Haugwitz laut zu tadeln,und ihn wohl gar eines vcrrätherischen Eigen-nutzes zu beschuldigen. Selbst der König wiesden von ihm geschlossenen Vergleich anfangsmit Unwillen zurück, und es gelang demUrheber desselben nur erst allmählig, sich und
die