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Chronik der Familie Fugger vom Jahre 1599
Entstehung
Seite
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I

Er hat gebauen 2 Häuser für die armen, kranckeu menschenan den frantzosen; den gibt man essen und trinckcn um gottes-willen, auch alle ertznei, und was sie nottnrftig sind, aufs dasallerböst, und (hat) inen mägt und knecht gedingt, inen zudienen, wischen und weschen und täglich ir betgwandt (zu)erneueren, also mit hochem vleiß, als ob sie die Fngger selbsiveren, kain kost noch mie darin gespart, auch inen am be-snndern doctor der ertznei, auch aineir wnndartzat bestelt, diemiessen sie alle tag 2 mall besichtigen, verbinden und in dieapoteck schreiben, was aines jedlichen nottnrst eraischt. Daszalen die Herrn Fngger alles; und so offt ain mensch gesundwirdt, schencken sie im gelt darzn, damit sie sich nach der ertzneidasderbaß migen auffenthalten und nit wider umfallen.

Zu sant Ainnr hat er die kirchen kostlich geziert undfür sich und die seinen da ain herliche grebtnns zngericht, zusant Ulrich in den abseitten 2 gwelb ans dem grnnd erbauenund mit tafflen aufs die altar geziert. Desgleichen hat er anden kirchen zu sant Jergen, sant Niclaus, sant Katherina,zu sant Ursula und Predigercloster gepauen, auch anserhalbAngspurg vil kirchenpäu gestifft und verpracht und allentalbmiltigklich den kirchenornat und kostliche gotszier geben.

Auch für sich und die seine (er) kostliche behanssung hatbauen nit allein im zu ainem lust, snnder auch armen leuttenzu auffenthaltung und nutz, die daran arwaitten, sich dasder-baß erneren migen.

Vil armer junckfrauen hat er ansgestcurt und verheiret;etlich arm knaben hat er lanssen handtwerck lernen, und nachseinem tod hat er armen leutten verschafft auszugeben 14000 sl.

Und seinen brüderssünen, Herrn Raimundo, Anthonio undJeronimo, hat er zu erbe?: verordnet aller seiner tngent, eeren,Hab, reichtnng und gut, welche er fast hat lieb gehept undwie ain vatter sie wol erzochen und zu dem kaiser, kiingenund fiirsteir geschickt, (bei denen sie) mit hocher vernnfft irenbevelch volendt, alle kanffmanshendel anffrecht und glanbhafftigansgericht. Er hat auch den andern frainden 100000 sl. verschafft.

Herr Jacob Fngger hat zu der ee gehapt Sibillam Artzatin.Die hat er also scheu, ecrlich und lieb gehalten, als ob sie ain

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