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Chronik der Familie Fugger vom Jahre 1599
Entstehung
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Kleinodien und Edelsteinen gewiesen, auch von seltsamer Münzeund Stücken Goldes, die köpfegroß waren, so daß er selbstsagte, er wäre über eine Million Gold werth. Danach schloßer einen Kasten ans, der lag bis znm Rande voll von lauterDukaten und Kronen. Die gab er auf 200000 Gulden an, welcheer dem König von Spanien durch Wechsel Übermacht hatte.Darauf führte er S. F. G. auf dasselbe Thürmlein, welchesvon der Spitze an bis an die Hälfte hinunter mit lauter gutenThalern gedeckt war. Er sagte, das wären ungefähr 17000Thaler. Dadurch erwies er S. F. G. große Ehre und danebenauch feine Macht und sein Vermögen. Man sagt, daß derHerr Fngger so viel hätte, ein Kaiserthnm zu bezahlen. Erverehrte nur wegen des Falles einen schönen Groschen, derungefähr nenn Gram schwer war. S. F. G. versahen sich aucheines guten Geschenks, aber damals bekamen sie nichts alseinen guten Rausch. Gerade damals versagte der Fngger einemGrafen seine Tochter, und man erzählte, daß er ihr außer demSchmucke 200000 Thaler mitgäbe."

Fünf Jahre nach Schweinichen kam der französischeEssayist Michel de Montaigne nach Augsburg und besichtigteebenfalls das Fnggerhans.Es find", schreibt er,die reichstenRäume, die ich je gesehen". Und der Dichter Salvmon Frenzelvon Breslau singt in seinem Lobgedicht auf Augsburg vondem Fnggerhans:

Was Herrlichkeit auf dein PalastZu sehen sei, mich wundert fast,

Von Gold und Silber und auch sonstVon mancher schönen großen KunstIst mir zuvor im Untschen LandDergleichen worden nie bekannt.

Auch die Fngger'schen Gärten erregten die Bewunderungder Reisenden. Montaigne erzählt, daß ein Fngger'scher GärtnerArtischoken und andere feine Gemüse bis in den Winter hinein ge-züchtet habe. Und Frenzel preist jene Gärten in folgenden VerfemWclschland laß ab von deiner Pracht,

Man jetzt dich nit so groß mehr acht'

Von wegen der Gewächs alleintlnd gutem Obst, das fremd soll sein,

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