Lieder«
z. An den Geist der Gnade»
^eist der Liebe und der Gnadekomm', Ach! komm' herab auf mich!
Trüb' und dunkel sind die Pfademeines Lebens ohne Dich.
Ach! umsonst ist Kampf und Ringenrein und tugendhaft zu scyn;
Kraft zum Wollen und Vollbringengiebt Dein Geist, o Gott! allein.
Dich in meinen Brüdern liebenist die höchste Wissenschaft;
Aber kann ich Liebe üben,ohne Deines Geistes Kraft?
Mit dem Glücklichern mich freuen,helfen dem, der Hülfe sucht,gern Beleidigung verzeihen,seeguen den, der mir geflucht.
Keusch vor Dir, und heilig wandeln,ahnlich seyn, o Jesu! Dir,stets wie Du gehandelt, handeln, —kann ich's ohne Kraft von Dir?
Ach! ein todter, ein entseelterKorper bin ich ohne Dieb!
Du, auf Ewig mir Erwählter,
Du belebst, beseelest mich.
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