iZo III. A b t h e i l u n g.
2.. Ueber Psalm ;6,
Du zählest meine Thräncn.
9Iach Dir, Herr! ist mir bange!
Wie lange! ach! wie lange
bleibst Du mir Jesu, fern!
Sieh' meines HcrzenS Sehnen,sieh meiner Augen Thranen!
und — 0! gewiß Du zählest sie!
Wie lang' noch — mein El'barmer,bis ich Dich ganz — ich Armer,
im Glauben fasten kann! —
Daß ich aus Deinen Füllen,den heißen Durst kann stillen!ven Du allein nur stillen kannst!
Noch bin ich voll von Sünden,und kann nicht Ruhe finden,
bis ich Dir ähnlich bin;
Nimm Jesu alle Sündevon Deinem armen Kinde!
Dies ist eS, was mein Herz begehrt.
Ach! laß mich nicht verzagen!
Noch muß ich Lasten tragen,
die mich zur Erde ziehn.
Nur stetS in Dich — mein Leben,mocht' ich mich gern erheben!
Doch Sünd' und Schwachheit hindern mich!