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Unterhaltungen für gläubige Seelen
Entstehung
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d. l). Schrift, zumSeegens-Gcn.fürsHerz. 169

Zeugnisses des Evangelii, der gewissen Erfüllung derVerheißungen GottcS versichert halten: Siehe, i chlege mein Wort in deinen Mund, Jerem. i,y.und kann glauben, daß es nach der Zusage Gottesnicht leer zurückkommen wird. Jes. 55, 11.

§. 35'

Der herrschende Vortrag in der Bibel ist überallsimpel, nur nach der ungekünstelten Sprache eines Her-zens, welches im Innern von der Kraft der Wahrheitdes gottlichen Wortes, lebendige Ueberzengung und Er-fahrung erlangt hat, und mit David und Paulo sagenkann: ich glaube — dar n m rede ich auch, Ps. 116,10.2 Cor. 4, iz. Wer nun in sich selbst die Kraft derWahrheit, von der er zeuget, erfahren und es lebendigerkannt hat, wie Sprach 1, Z. spricht, daß das WortGvtteS des Allerhöchsten, der Brunn aller Weisheit ist,der wird auch aus keiner andern Quelle schöpfen mögen,und keine andere Sprache sich erlauben, als welche ihnder Geist der Wahrheit lehret; Nur der ist es, wie Je-remias 23, 28. sagt, welcher das Wort Gottes hat,und es recht predigen kann, und der die RegelPetri erfüllt: So jemand redet, der rede — als Got-tes Wo rt, 1 Pet. 4, l 1.

S. 36.

Aber so wohl der Mangel an einer lebendigen Er-fahrung der Kraft des gottlichen WortS, als die Ab-weichung von der Einfalt der Sprache der Bibel, inwelcher es Gott gefiel, durch (dem verdorbenen Men-schen also scheinende) thbrigte Predigt seelig zumachen,die, so daran glauben, 1 Cor. 1, 21. ist der Grundvon der Verfälschung des gottlichen Worts, worüberschon Paulus zu seiner Zeit klagte, und seine Glaubigendafür warnte, 2 Cor, 2, 17. und von welchen Jrrleh-

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