d. h. Schrift/ zumSeegens-Gen. fürsHerz. i <5l
in das uusruchtbare Feld der kalten Spekulation aus-schweift, versetzt uns zu leicht in den Zustand, denJes. 50,11. beschreibt, wo der Mensch im Licht sei-nes eignen angezündeten Feuers wandelt; und dochhatten die Weisen aus Morgenland, Jcsiim nicht ge-funden, wenn sie nicht vom Lichte des ihnen aufge-gangenen Sternes von Osten, auf oem Wege gelei-tet worden waren: Matth. 2, y -11. Sie hielten sichnicht bei der philosophischen Untersuchung des Sternesauf; sondern als sie ihn erblickten, wurde ihrHerz hoch erfreuet, und sie folgten ganz ein-faltiglich seiner Leitung, und so fanden sie,den sie suchten, um vor ihm niederfallen, und ihnanbeten zu können.
§. 19.
So auch isis mit dem göttlichen Wort, welchesuns zu unsers Fußes Leuchte, und zum Licht auf demWege zum Leben gegeben ist: Ps. ny, 105. DisLicht wird durch den heiligen Geist, durch das Wortder Wahrheit im Herzen der Gläubigen angezündet,und es wird desto Heller in uns, je mehr wir uns inunS selbst, und unser natürliches Licht, in dasjenigeheilige Dunkel zurückziehen, welches sich das gött-liche Licht zum Vehikul seiner Offenbahrung erwählet.Dchwr sagt Paulus: Wir haben ein festes prophetischesWort; und ihr thut wohl, daß ihr darauf achtet, alsauf ein Licht, das in einem dunkeln Ort scheint, bisder Tag anbreche, und der Morgenstern aufgehe ineurem Herzen. 2 Petri 1, 19.
§. 20.
Da nun überhaupt daS menschliche Herz der Ortist, wo das göttliche Leben angerichtet, und die Heim-lichkeiten der Weisheit aufgesiegelt, wo die Speise der