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Unterhaltungen für gläubige Seelen
Entstehung
Seite
157
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d. h. Schrift, zumSeegens-Gen. fürsHerz. 157

NM Wünschen / nach meiner Erwartung, zu der Zeitund in der Art erfolgt, wie ich es will und mcpne—sollte mich dis in meinem Glauben an die Wahrheitund Treue GotteS, wankend machen kdnncu? Nein!Der Aufschub soll mich, wie Paulus sagt, in der Ge-duld üben, damit an mir der Wille Gottes voll-bracht werde, und ich auf diese Art der Verheißungtheilhaftig werde. Ebr. 10, z6. In diesen Wortendes Apostels liegt der Grund der Beruhigung, und derZurcchtweis für den Glanben, in Ansehung der göttli-chen Zusagen. Gottes Willen sollen wir voll-bringen, und ans diesem Wege seiner Verheißungenzu Tl>eil werden. Wenn mir also Gott sogleich allesnach meinen Wünschen gäbe, was er an Heils- undSeegens - Gütern verheißen hat: so geschähe meinWille und nicht der Seine. Damit aber nun dergöttliche Wille, der unsre Heiligung ist, i Thess. 4, z,von mir vollbracht werde, so muß der Gläubige dasallerdings sehr oft erfahren, daß Gottes Wege nichtunsre Wege, und seine Gedanken nicht die unsrigcn sind,Esaia 55, 8. damit er darin zur Beförderung seinesHeils geübt werde, seinen Willen dem Willen Gotteszu unterwerfen; dadurch wird der Glaube erst Frucht-bringend, je mehr er durch die Geduld, die eine Fruchtder Ergebung in den Willen Gottes ist, geübet wird..Die Geduld aber ist eine Frucht des Geistes, Gal. 5,2s.und wie Jac. 1, z. sagt, das Zeugnis von der Rechr-schaffenhcit unserS Glaubens; die Geduld gicbt demGlauben erst Erfahrung Rom. 5, Z. 4. und die Starke,um zn laufen in den Kampf, der uns verordnet ist,Ebr. 12, r. Ohne die Uebung in der Geduld wird unserGlaube schwach und träge, daß wir nicht Nachfolgerderer werden können, die durch Glanben und Gedulddie Verheißung ererben, Ebr. 6, 12. Preis und Ehreund unvergängliches Wesen aber, ist denen verheißen,