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Unterhaltungen für gläubige Seelen
Entstehung
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155
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d, h. Schrift/ zumSeegens-Gen. fürsHerz. i ^;

tig, daß er sie erfüllen kann, Genes. 17, 17. Eph.Z, 20. auch da, wo ich es in Ansehung meiner fürunmöglich achte; weil bei Gott alle Dinge möglich sind,Matth. 19. 16. wenn es auch, wie Christus sagt, demMenschen unmöglich ist. Luc. 18, 27.

Z. 9.

Meine Unwürdigkeit und Unfähigkeit, im Blick aufmein Sünden - Elend und auf meine Schwachen undGebrechen, nach welchen ich mich so unaussprechlichweit von dem Grade der Vollkommenheit, Reinheit undHeiligkeit entfernt sehe, den Gott zur Erfüllung seinerVerheißungen von mir fordert und zur Bedingung seinerGnade macht, Matth, z, Z-11. muß mich ebenso we-nig im Glauben und Erwarten des, was Gott verheis-sen hat, irre und wankend machen, als hje Unbegreif-lichkeit seiner Wege, Mittel und Veranstaltungen, aufdenen er mich zum Ziele meiner Glaubens - Erwartun-gen hinführen wird.

Wollte ich mich durch meine Unwürdigkeit an derZueignung irgend einer göttlichen Gnadenverhcissnngabschrecken lassen, so versagte ich meinem Herzen denSeegen und Genuß, zu dem mir doch eben die Ver-beißung gegeben ist; Ich würde sie lesen, darüber er-staunen , ohne einen weitern Nutzen und Gewinn dar-aus zu schöpfen.

§'

Aber, wenn sich das Gefühl und Erkenntnis mei-ner Unwürdigkeit, meinem Glauben in den Weg stellet,da gehe ich so ganz einfaltiglich zu Werke, um für denGlaubensblick freie Aussicht zu erhalten, und denke so:

Ich für mein Theil, bin der Erfüllung auch dergeringsten Verheißungen durchaus und stets un-werth, so wohl derjenigen, deren Erfüllung ich bereits