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Unterhaltungen für gläubige Seelen
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147
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die Nachfolge Jesu. 147

S. 18.

Fernes, um die Mensche» von der Weisheit und Ver-schiedenheit seiner Wege zu ihrem Heile zu überzeugen,um sie zu belehren, daß Seine Wege nicht die unsrigensind, und wie sich seine Gnade und Hülfe an nichts binde,so heilte er oft einerlei Krankheiten durch ver-schiedene Mittel, und half einerlei Art von Elendund Noth ans ganz verschiedene Weise ab. I.E. zu demeinen Blinden sagte Jesus blos, sei sehend. DeinGlaube hat Dir geholfen, Marc. ic>, 52. andern hinge-gen rührte er die Augen an, Matt.9,29. und einandermahl spützte er auf die Erde, machte einen Koth ansSpeichel, schmierte solchen auf des Blinden Augen, und be-fahl ihm, in den Teich Siloha sich baden zu gehen, u. d. in.Joh. y,6. 7. Die Mittel und Wege waren verschiedenaber alle Leidenden erhielten Hülfe, die im Glanben undVertrauen zu Jesu sich rathen ließen und seinem Willenkindlichen Gehorsam leisteten.

§. 19.

Ach! wie viel geHort dazu, wenn wir unser Herzdurch die Bemühungen der Gnade zur wahren und ganzenHingabe an den Herrn, zur kindlichen Einfalt, Ergeben-heit und zum Gehorsam gegen ihn, bilden lassen! Wennwir als begnadigte Kinder Gottes noch immer so viel zuklagen haben, so ist die Ursache mehrenthcils, weil eSuns noch immer an dem reinen, kindlichen Sinn, an demganzen Vertrauen, und an der uneingeschränkten, gläu-bigen Hingabe unsers Herzens und Lebens an den Herrnmangelt.

Wir verrathen mit jeder Klage über das, was uns inder Nachfolge Jesu etwa drückend und lästig scheint, daßwir ihm noch nicht willig genug nachfolgen, daß esuns noch an der reihen Liebe, an dem festen Glauben undVertrauen zu ihm fehlt; Wir verrathen Unzufrieden-heit mit der Führung des Herrn, anstatt daß wir uns sei-ner Wege, seiner stets über uns waltenden Gnade, und al-

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