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Unterhaltungen für gläubige Seelen
Entstehung
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126
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4 26 IV.Cap. Ueber d. Austand u. Sinn derer/

der er ergriffe» ist, und getrieben wird, alles, wasdahinten ist, zu vergessen, und sich einig nach diesemseinem Ziel, welches ihm die himmlische BerufungGotteS in Christo Jesu vorhält, auszustrecken, Phil,Z. 7 - 15-

H. 26«

Wer durch des Herrn Gnade, diese lebendige .Hof-'nung erlangt hat, wer seines Theils an Jesu, und seineskünftigen Erbes versichert ist, dessen Wandel ist auchals Pilger hienieden, schon im Himmel, Phil. Z, 20.weil nichts verdammlichcs mehr an denen ist, die inChristo Jesu sind, und die nicht mehr nach dem Fleischwandeln, sondern nach dem Geiste, Rdm. 8/r. weilsie mit voller Gewißheit versichert sind, daß nichts siemehr scheiden kann, von ver Liebe Gottes, die in ChristaJesu ist, weder Tod noch Leben, weder Engel, nochFürstenthum, noch Gewalt, weder Gegenwartiges nochZukünftiges, weder Hohes noch Tiefes, noch keineKreatur. Rom. 8, Z5 - Zy.

S. 27.

In diesem Sinn und in dieser Glaubens-Gewiß-heit, ist man, ob zwar nur in der Hoffnung, den-noch aber schon sehr seelig hienieden! Rom.8, 24. man erfahrt es, was der liebe Heiland sagt:Seelig sind, die nicht sehen, und doch glauben. Joh.20, 29. Die Gewißheit der Hoffnung des Christen,ist dennoch weit fester und unwiderlegbarer, als alle ma-thematische Beweise es für die Erkenntnis unserer Ver-nunft sind; weil der Christ einen doppelten Ankerseiner Hoffnnng hat, der nicht wanket — einen sichernund festen Anker der Seele, der bis ins Inwendige