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Unterhaltungen für gläubige Seelen
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122
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12.2. IV.Cap. Ueber d. Zustand u. Sinn derer,

der »nrein an Sinn und Gewissen ist, Tit. i, iz. undweil ohne Heiligung niemand den Herrn sehen wird.Ebr. i, 12. 14.

2S.

Der Zustand der Gläubigen hienieden, ist eine stcftReise nach dem himmlischen Jerusalem, nach dem vomHerrn gegründeten Iion, wo die Elenden seines Volks,Zuflucht haben: Es. 14, Z2. weil daselbst der Herr inseiner Herrlichkeit wohnt. Joel. Z, 26. Da ist nununser Bürger-Recht, so bald wir an Jcsnm gläubigwerden, der es uns mit seinem Blut erworben hat,Epl>. 2, 12. iz. 14. Ja wir sind durch den Glaubenschon Bürger mit den.Heiligen und Gottes Hausgenos-sen, und zwar in so fern, als unS durch den Glanbendie Privilegien zum Gewinn der künftigen Bürgerschaftgeschenkt sind, so wie es Gegentheils von den Ungläubi-gen heißt: Ihr habt keinen Thcil, noch Recht, nochGedächtnis in Jerusalem. Nch. 2, 29.

H. 21.

Aber, da wir nun hier keine bleibende Stätte ha-ben, sondern die zukünftige suchen: Ebr. iz, 14. sobeschreibt David unsirn jetzigen Instand mit den Wor-ten: Ich bin beide, Dein Bürger und Dein Pil-grim. Ps. Z9, iz. Und hierin liegt die doppelte Ver-pflichtung der Gläubigen:

Einmal als Pilger, müßen wir den Weg durchdieses Leben, nur als einen Durchgang ansehen. Nurso viel, als wir ans der Reise nothig haben dürfenwir uns mit dem Irdischen und Weltlichen befassen;Wir dürfen uns nirgends und in keinem Dinge zulange aufhalten, mit unserer Liebe uns mit nichts zu