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Unterhaltungen für gläubige Seelen
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die den Weg zum Leben betreten. 117

land! Siebe doch, wie zärtlich er es mit Dir meinet!Er übernimmt Deine Lasten, die ihn vom Himmel bisans Crentz in den schmählichsten Tod binnntcr drück-ten! daraus schlüße, wohin sie Dich würden gezogenhaben, wenn er sie Dir nicht abgenommen hatte. Nun,und was Er Dir dagegen auflegt, ist nur ein leichtes,sanftes Joch, das Dich nicht drücken, sondern mitihm verbunden, auf dem Wege zum Leben, in sei-ner Gemeinschaft und Leitung, im rechten Gleiseerhalten, üben und vorwärtsbringen soll. Und konntees Dich auch etwas drücken, so wirst Du nach genaue-rer Untersuchung finden, daß die Schuld allemal anDir liegt, indem du es entweder nicht willig, oderaber nicht so trägst, als Er eS Dir nach seiner Weis-heit und Liebe auflegte. Ohne dies Joch kann niemandden Weg zum Leben wandeln; der Herr legt es einemjeden ans die rechte Stelle. Willfi Du es danicht tragen, so rückt Dir deine Ungeduld es nur aufeinen Fleck, wo es Dich noch vielmehr drückenwird; Oder, willst Du es Dir ganz abschütteln,und das Creuz von Dir werfen, so wisse, das Duein zehnfach schwereres und größeres dafürbek 0 m m st.

Der Nutzen dieses Joches? O! der ist groß! sogroß, daß ichs mir für Sünde rechnen würde, dieNachfolge Jesu, auch nur eine leichte Last, zu wis-sen, wenn er es nicht selbst gethan hätte. Der Nutzendes Joches Jesu, ist der: daß es uns sietS in seinerNähe, Verbindung und Gemeinschaft erhält, weil wirauf dem Wege bis nach Jerusalem, gar zu viel von Jesuzu lernen haben, und dazu ist die stete Nähe undGemeinschaft, und der vertraute Herzens-Umgang mitdem Heilande, ein seeliges Mittel.

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