Druckschrift 
Unterhaltungen für gläubige Seelen
Entstehung
Seite
116
Einzelbild herunterladen
 

n6 IV.Cap. Ucber d. Zustand u.Sinn derer,

Ueberzeugnng seines .HerzcnS für den größten undvornehmsten unter allen Sündern, in Demnth er-klaren und niederwerfen kann, i Tim. i, iz. der eslebendig erkennt, daß das ganze Haupt krank, daS ganzeHerz ohne Kraft und matt, und daß von der Fußsohlean bis aufs Haupt nichts Gesundes und Gutes an ihmzu finden ist. Jcs. i, z. 6.

§. 8.

So lange man das noch nicht erkennt -- oder solange man dem Heilande nicht alles an und in sich,als sträflich, unrein und verwerflich hingeben will-oder so lange man ihm tragen helfen will, bleibtman immer in Roth und Unruhe, und kommt nichtweiter; und diese Roth und Versäumnis ersparen wiruns, um so viel mehr, je mehr wir Sunder vor Jesusind; Er ist nur so viel unser Heiland, Erloser undArzt, als wir Sünder und Kranke vor ihmsind. Je mehr wir Sünder sind, desto mehr kann eruns vergeben, je mehr aber Vergebung der Sündenist, desto mehr ist Leben und Seeligkeir.

Z.

Statt der Last, die der Heiland uns abnimmt,legt er seinen Nachfolgern die seinige auf, von der erversichert, daß sein Joch sanft, und seine Last leicht ist.Matth, l i, 28. 2y. Zo. Der Busenjünger Jesu erklärtdiS Joch diese sanfte Last, für die .Haltung sei-ner Gebote, und sagt, daß die Forderungen desHeilandes nicht schwer sind, wenn wir ein mit reinerLiebe Gottes erfülltes Herz haben.

S. io.

Wunderbar ist dieser Tausch der Lasten, welcherzwischen Jesu und den Seinen vorgehet; Der gute Hei-