n8 IV. Cap. Ueberd.Zustand u. Sinn derer,
Z. 12.
Wir sollen in der Welt so seyn, wie unser Hei-land in der Welt war; Wir sollen seyn eben so gcsin-net, Phil. 2, z. wie Er, so sanftmüthig, so demüthig,Matth, i i. 29. Zo. so des SinncS der Niedrigkeit, derVerleugnung, der Geduld, der Treue, und des unver-brüchlichen Gehorsams — eben so voll reiner zärtlicherLiebe und Treue u. s. w. wie er im Herzen und LebenunS zum Vorbilde geworden ist. DaS alles sollen wir nunvon Jesu lernen; Und da wir von Natur zu allem, nur zudieser großen Lection keinen gelehrigen Kypf haben, —daunser Herz in der Entfernung des Lebens, das ausGott ist, Eph. 4, 18. so ganz von diesem Sinn desHeilandes entwöhnt ist, so müssen wir geübet werden,damit wir ihm ähnlich werden, und Cbristus in unSeine Gestalt gewinnen kann. Galat. 4, iy.
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Sehet, wir gehen hinauf nach Jerusalem, sprachChristus zu seinen Jüngern, Lue. 18, Zl. So gehtauch unser Weg nach Jerusalem, was droben ist,Gal. 4,26. stets Berg an: Immer bleibt es einmühsamer, steiler, und vcrlcugnungsvoller Weg, deruns stets zur Ucbung in der Geduld auffordert, dieuns so nothig ist, wie Paulus sagt, damit wir denWillen Gottes thun, und die Verheißung cmpfahen:Ebr. 10, Zü. und der Wille Gottes bei allen Ucbnngenauf dem Wege, des Lebens ist der, daß wir seiner .Hei-ligung theilhaftig werden sollen, iThess.g,?.ohne welche niemand den .Herrn sehen wird. Ebr. 12,14.
Z- ist-
So wie unser Herz zun, neuen, heiligen, göttlichenSinne aufgefordert und ermuntert wird, so bald wirVergebung der Sünden und Gnade bei Gott durch den