IO8 in. Cap. Fortsetzung, und über die
des Herzens: sie weisen der Gnade, so zu sagen, nur dieOberfläche desselben hin^ mitbin kann das Wort des Le-bens in ihnen, nicht tief genug Wurzel fassen; Es istnicht obne Würkung in ihnen; Es gehet, wie eine jungeSaat auf, aber nicht lange, so verdorret sie wieder; der-gleichen Menschen glauben eine Zeitlang, aber zu derZeit der Anfechtung, wo der Glaube durch Verleugnungund Kampf geübct werden soll, fallen sie wieder ab.
DaS ist der böse Znstand, wenn der Mensch sein Herznoch immer zwischen Gott und der Welt theilen will, dadoch ohne eine ganze und vollige Hingabe unsers Willens,Herzens und Lebens an Gott, es nie zu etwas Ganzenund Bleibenden in unseren Christenthume kommen kann.Da sieht man leider, viele, von denen das Wort Pauligilt: Ihr liefet fein! wer hat euch aufgehalten? Werhat euch eines andern überredet? Gal. 5,7. fl. Wer hateuch bezaubert? daß ihr der Wahrheit nicht ferner folgt?Gal. z, 1. Ja, nur von zu vielen ists wahr, daß sieChristum, den sie mit Eifer suchten und fanden, wiederverlohren haben, und aus der Gnade gefallen sind, Gal.5,4. und wodurch? blos, weil ihre Hingabe an Gottund ihren Heiland, nicht völlig und redlich genug ist.
H. 26.
Einen dritten Znstand der Menschen, beschreibtder Heiland, wenn er sagt: der Saame siel mitten unterdie Dornen, die zugleich mit anfgiengen, und die Fruchterstickten: Viele, erklärt er sich ferner, die das Wort hö-ren, gehen hin, unter den Sorgen, Reichthum uno Wol-lust dieses Lebens, wodurch sie gehindert werden, daß dieKraft der Gnade in ihnen, nicht Fruchtbringend wer-den kann.
§. 27.
Die Sorgen des Lebens; — Wenn der Menschseine ganze Sorge hienicden auf das Geschäft dieses Le-bens richtet, und darüber die Sorge für sein ewiges Heil