Annahme des Rufes der Gnade. 9z
Geld :c. Es. 55, i. Kommt zu mir alle, die ihr meinbegehret. Syr. 2g, 25. — alle, die ihr mühseelig undbeladen seid: Matth. 11, 28. u. s. w. Du fragst, obdiese Aufforderungen der Wahrheit nicht widersprechen,daß der Heiland uns suchet, und daß er die Handzuerst anlegen, und uns aus dem Verderben ziehenmuß? —
§. 5»
Die Antwort und Berichtigung dieser Frage, liegtin den Worten Jesu: Alles, was mir mein Vaterglcbt, das kommt z u m i r. Joh. 6, z7. Es kannniemand zu mir kommen, es sei denn, daß ihn zieheder Vater. Joh. ü, 44. Niemand kann Jesum einenHerrn heißen, ohne durch den heiligen Geist —r Cor.12, Z. so wenig niemand zum Vater kommen kann,ohne mich, .der ich der Weg, die Wahrheit und dasLeben bin, Joh. 14, 6.
Zuerst also muß allerdings Gott den Anfang ma-chen, welches dadurch geschieht, daß er unS durch sei-nen heiligen Geist vom Sünden-Schlafe aufweckt, unddurch dessen Treiben Und Würken in der Seele, unSzur Bekehrung auffordert. Dieser erste Ruf, der durchden heiligen Geist an jeden Menschen geschiehet,ist es denn, durch den sich Gott an keinem unbezeugrlaßt, so daß auch keiner darum Entschuldigung habenwird, der verlobrcn geht; denn durch das Wort derWahrheit und durch das Werk des heiligen Geistes imGewissen und im Herz.ni, wird es jedem Menschen ge-sagt, was gut ist, und was der Herr sein Gott vonihm fordert, Micha 6, 8. wird jeder zur Busse gerufen;daher nun keiner etwas vorwenden kann, seine Sündezu entschuldigen: Joh. 15, 22. Wer nun diesen allge-meinen Gnadcnruf Gottes annimmt, der wird durchden Zug des Vaters zum Sohne hingewiesen; Dieser