82 II. Cap. Ueber den Ruf und die
„kannt, V. 14 die nun zu Die, dem Hilten, und Bi-„schof unserer Seelen bekehret sind, iPet. 2, 2 5. Aber„auch jetzt noch, seitdem Dich Dein göttlicher Vater„von den Todten ansgeführet hat, Ebr. 13,20. seitdem„Du erhöhet bist zu einem Fürsten und Heilande, zu„geben Deinem Volke Busse und Vergebung der Sün-„den, Act. z, Zt. seitdem Du in die Höhe gefahren„bist, das Gefängnis gefangen hast, und Gaben für„die Menschen, auch für oic Abtrünnigen, empfangen„hast, Ps. t>8, ty. — Auch seitdem setzest Du noch„mit aller Treue Dein Hirtenawt, in der Rettung,„Pflege, und Leitung, der Dir von Deinem Vater„übergebenen Heerde fort, Joh. 9, 12. Scclig ist die„Seele, die sich von Dir hat finden lassen! die Dei-„ncr rufenden süßen Stimme folget, und sich Denier„Leitung hingab! die es nun sieht und schmeckt, wie„freundlich Du bist, Ps. 34, 9. und wie mitDeincrPflegeund Wartung und zärtlichen Vorsorge, keine Vatcr-„nnd Mutter-Treue, für ihr schwaches säugendes Kind,„ zu vergleichen ist.
§- 19.
Der liebe Heiland weiß alle Umstände im Lebender Menschen zu benutzen, um sie am Ende doch aufden rechten Weg zu bringen; Er geht so lange demverirrctcn Schaafe nach; bis daß crS findet Luc. 15,5.und er findet eS gemeiniglich da, wo es selbst nichtmehr fortkann; wo der Mensch recht tief in den Kothder Sünde hineingelaufen ist; wo ihn sein Irrweg inLabyrinthe hineinführt, die ihn keinen Ausweg mehrsehen lassen; — wo er sich selbst nicht mebr zu rächenweiß, wo er es unter mancherlei drückenden Trübsalenund traurigen Erfahrungen, durch Krankheit, Verlustund Trübsale erkennen lernt, und erfahren muß, wasfür Jammer und Herzeleid es bringt, den Hertn seinen