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Unterhaltungen für gläubige Seelen
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Veranstaltungen Gottes zum Heil d. M. 81

fehlen, um ihn vom Wege des Verdeibens ab, undauf den Pfad des Lebens zu ziebcn.

Unglaublich bleibt es, auch unbeschreiblich, welcheMühe der liebe Heiland steh mit uns seinen abtrünnigenKindern giebt, ehe er unS nur einigermaßen gewinnt,und ans dem größten Schlamm der Sünde herauszie-hen kann! O gewiß, seine unermeßliche Langmnth undGeduld müssen wir allein für unsere Sceligkeit achten,2 Pet. z, 15. wenn wir erwcgen, wie lange und schnödewir den Reichthnm seiner Güte und Geduld und Lang-nuith, verachtet haben. Rom. 2, 4.

H. t6.

Dis macht Mir den treuen Jesnm immer liebens-würdiger, je unbegreiflicher es mir taglich wird, daßer daraus so ganz sein angelegentlichstes Geschäft macht,dem Sünder, auch auf den ärgsten Lasterwegen so langenachzugehen, bis er gerettet ist.

§> l?.

Sollte man nicht denken, er könne sich weit seeligerbeschäftigen, als sich mit widerstrebenden Sündern soviel und lange zu plagen, die ihm für alle Mühe undTreue nichts als alles nur erdenkliche Herzeleid machen!Aber eben das heißt: göttlich lieben, und geht überunsern Begriff, weil wir solcher Liebe nie fähig sind.

l8.

>, O! Mein Muß Dich lieben, Herzens Jesu! so bald„Du einem die Gnade erwiesen, daß Man aus der„eignen Erfahrung zur Erkenntnis Deiner großen Er-wärmung gekommen ist! Du bist wahrlich nur allein„der gute tzirte, weil Du auch sogar Dein theureS,„heiliges Leben für Deine verirretc Schaafe gelassen„hast. Joh. 10, is. Dafür bist Du den Deine» be-

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