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Unterhaltungen für gläubige Seelen
Entstehung
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66 I. Cap. Uebcr den natürlichen

„gedeckt, und wenn ich in Beschämung daran gedenke,„so laß eS mir nur um so mehr zur Stärkung meines„Glaubens an deine unendlich große Erbarmung ge-iz reichen, und zur freudigen dankbaren Erhebung meiner„Seele und meines Geistes, daß ich nun daraus mit„Paulo in aller GlaubcnSzuversicht, den Schluß mache:„So wir nun durch dein Blut gerecht worden, und„mit Gott versöhnet worden sind durch deinen Tod, da„ w ir no ch Feinde w a ren; Vielmehr werden wir„seelig werden durch dein Leben, so wir nun versöhnet„sind! Rdm. 5, y. 10.

§. Zt.

Das Elend, die eigne Hülslossizkeit in unserer Blind-heit; die unzählige Verlegenheit und Noth, die wir in-nerlich und äußerlich erfahren; — dis alles sollte unsnun zu Jesu hintrciben, und unS nach seiner Erbarmungund Hülfe begierig macheu. Aber, thut es der Mensch?O, welche Boßheit und Verstocktheit unsers HerzenS!Wie wahr sagt Jeremias: du schlägst sie, aber sie füh-lens nicht: du plagest sie, aber sie bessern sich nicht.Sie haben ein härter Angesicht, denn ein Fels, undwollen sich nicht bekehren. Jerem. z, z. und waSGott zum Hesekiel sagte: Die Kinder, zu welchen ichdich sende — dis abtrünnige Volk, die sich wider michthun — haben harte und verstockte Herze», Hes. 2,3.4.ihr Nacken ist eine eiserne Ader, und ihre Stirne istehern. Jes. 48, 4. Gcwis, die Tiefe unsers Elendsund Verderbens und die Boßheit unsers Herzens, istunserm natürlichen Sinn unbegreiflich; weil unsereBlindheit, Finsternis und Verblendung, worum unsder Geist der Welt und die Sünde gefangen halt, zugroß ist. „Nur deine Gnade, dein Erbarmen, 0 Jesu,„kann unsere Augen aufthun, daß wir zur Erkenntnis„unsers riefe» Verderbens kommen, und nach Dir,„unserm Erretter schreven!