Zustand des Menschen» 65
Tödtung der Geschäfte des Fleisches und der Sünde;die ihm aber widerstreben, nach dem Sinn des Flei-sches fortleben, und dem Geiste dieser Welt folgen, dersein Werk hat in den Kindern des Unglaubens, diewerden sterben müssen. Rbm. 8, 13 .14.
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Wenn wir auch nach unserer Vernunft genothigtfind, einen Gott zu glauben, der allmachtig, allweise,allgütig, heilig und gerecht ist, so macht uns doch die-ser Nothg lande, nicht vor Gott gerecht und seelig,weil er ohne Wesen, Kraft und Bestand ist. Matth.7, 26. 27. Er laßt Gott in seiner 5? eilig keit :c.und den Sünder in seinem Elend, seiner V e rwerf-lichkeit stehen. Diesen Glanben baben auch die größ-ten Bosewichter, ja selbst die Teufel, Jac. 2, y. DerUnglaube, der die Wurzel alles Verderbens und Elendsist, besteht darinn, daß wir Icsum Christum verwerfen,und ihn nicht, als unsere Weisheit, Gerechtigkeit, Hei-ligung und Erlösung zu unserer Errettung und Begna-digung suchen und annehmen mögen. Gewis, wennwir unser Herz recht aufrichtig vor Gott untersuchen,wie dessen Sinn und Beschaffenheit vor unserer Bekeh-rung war, so werden wir finden und es gestehen müssen,daß, wie Paulus von den Juden und Griechen sagt,auch unseren Herzen der gekreutzigte Christus ein Aer-gernis und eine Thorheit ist, i Cor. 1, 23. daßwir uuS sein, seiner Lehre und seines Nahmens schämen,Matth. 8, Z8. und kurz, daß wir von Natur, wahreFeindschaft und 5?aß gegen Jesum in unsermHerzen haben!
„ O! und das beugt meine Seele so sehr tief, ö Jesu,„daß ich Dich so lange, wenn auch nicht vorsetzlich ge-lastet, doch nicht begehrt, und mich Deiner und deines„Nahmcns geschamet Habel Doch dieser Schandflecken„meiner Seele ist mit deinem Blute abgethan und zm
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