Zustand des Menschen. 57
Leichtsinn verhärtetes Herz entgegen zu stellen, wie unsdie Schrift das Erempcl Agag anführt, der trotzig zuseinem Tode ging, und zum Samuel sprach: Alsomuß man des Todes Bitterkeit vertreiben;i Sam. 15, Z2. ZZ. so sagt man wohl: Er starbden Tod des Weisen, anstatt, daß es beißen sollte:er ging als ein Mensch aus der Welt, der von derSinnlichkeit und vom Tode betrogen wurde, sichselbst betrog, und durch die assectirte Ruhe seinerletzten Augenblicke, auch andere zu täuschen, und da-durch zugleich seinem Stolz, das letzte Opfer zu brin-gen suchte.
Z. 16.
Ist dis zu viel gesagt? oder zeugt davon nicht leiderdie tägliche Erfahrung? Wahrlich, der Ruhm! Erlebte und starb als ein Weiser, ist der elendeste Nach-ruhm — das beweinungswnrdigste Epitaph — waSeinem Menschen errichtet werden kann, welcher ohneVersöhnung mit Gott, durch Iesum unfern Heiland, dieWelt verläst: denn wenn dieser Weise nicht ein begna-digter Christ war, der allein auf die Begnadi-gung und Rechtfertigung vor Gott durch Ie-sum, die Ruhe bauet und gründet, in welcher er dieWelt verläst: so war er im Leben und Sterben einThor, — so war seine Ruhe Unwahrheit, womit erseine Verebrer und Bewunderer betrügt und ibr ver-blendetes Herz fälschlich überredet, der Mensch könneauch, ohne das gläubige Ergreifen deS VerdienstesJesu, ruhig und freudig sterben, und sich in eigner Ge-rechtigkeit, dem Nichter der Lebendigen und der Tobten,in der Ewigkeit vor die Augen stellen.
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Das ist die böse Frucht — die vergiftende Blume,die auf dem Grabe-Hügel derer wächst, die in uach-
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