54 I- Cap. Ueber den natürlichen
Wären wir nicht des wahren Lichts beraubt, sowürden wir den Betrug erkennen, und tausend Gefah-ren entgehen, wo uns Fallstricke gelegt werden. Aberwir sind, wie der Prophet sagt, verblendet, daß unsereAugen nicht sehen, und unsere Herzen nicht merken kön-nen Aes. gg, 18. den Betrug des Geistes dieser Welt,welcher der Ungläubigen Sinne verblendet. 2 Cor. 4,4.Wir sehen alle Dinge in einem falschen Schein, derunsere Sinne betrügt, so wie denn diese unser Herz ve-rhören.
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Da wir ein Herz auf die Welt bringen, das nachdem angeborncn Verderbnis zu keinem Guten und Wah-ren, sondern zum Bosen geneigt ist, so sind wir destonnwidersiehbahrer dem Betrug der Sinne ausgesetzt;denn daS Dichten und Trachten des menschlichen Her-zens ist böse von Jugend auf, und immerdar. Genes.8, 21. Daher wir dasjenige, was die Sinne, unsermbösen, irdisch und fleischlich gesinnten Herzen vorstellen,begierig ergrcissc», und es lieb gewinnen. Darum sagtder Apostel Paulus gar recht, daß wir fleischlich unterdie Sünde verkauft sind. Rom. 7, 14.
„O wie schwer sind diese Fesseln, die nnsern Fuß„auf dem Wege zum Leben halten, und verweilen, auch„wenn die Kraft der Gnade unser Herz überwogen, und„hingenommen hat! wie groß sind die Lasten des Ir-dischen und Sinnlichen, die den sterblichen Leib —„den Leib der Sünden beschweren, und die Seele nie-derwärts ziehen, daß sie stetS im Fluge nach der.Hohe„ gehindert wird I wie schwer und aufhaltend ist der Druck„des zcrstrcutt» Sinns, Sap. y, iz. für das arme