von Arabien. 41
eröfnet, aus welcher sie nicht nur nach eigner Wahl,waS sie begehrte, nehmen konnte; sondern noch überdemaus freier Gnade und Milde des Königs beschenktwurde, und also reichlichen Ersatz für alles dasempfieng, was sie ihm zum Opfer dargebrachthatte.
Hierüber dringt mich mein Herz, noch einige An-merkungen zur Anwendung für unser Heil zu machen.Was wir, wenn wir an den Heiland der Welt glaubigwerden und zu Ihm kommen — was wir ihm da zumOpfer in und an uns darbringen, nimmt er alles gna-dig an; Wir dürfen ihm nichts vorenthalten; wir müs-sen ihm alles, auch unsere natürlichen Gaben und Fä-higkeiten zu seiner Disposition, willig und mit Freudenübergeben. Was Er nur heiligen, und zur Beför-derung seiner Ehre und unsers Heils brauchen kann,das wirft er von unserm Mitgebrachten gewis nichtweg; Vielmehr heiligt und veredelt die Gnade auchunsere Natur-Gaben, Kenntnisse und Fähigkeiten —eine Wahrheit, die wenige recht erkennen — aber eineWahrheit, die recht verstanden, zum Ziele der Voll-kommenheit befördert, zu der wir berufen sind!
Unser Geist sammt Seel und Leib ist zur Werk-statt — zum Tempel Gottes bestimmt, mit allen ihrenverschiedenen Kräften und Fähigkeiten; Je vollkom-mene r und veredelter diese sind, desto schickliche rsind sie, um von der Gnade zum höhern Gebrauch ge-heiligt zu werden. Und überdem, da alle gute undvollkommue Gabe des Geistes, der Seele oder des Lei-bes, von Oben — dem Vater des Lichts herabkömmt,Jac. 1, 7. so ist das Bestreben nach höchster Voll-kommenheit, aller unserer, auch natürlichen Kräfte,nicht nur eine Pflicht der Gläubigen, sondern derenHintansetzung und Verabsänmung kann uns in vielemBetracht Hinderniß werden, daß wir nicht alle die
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