40 VI, Brief. Die Königin
Sechs ster Brief.
^Hetzt sehen wir nun, lieber Bruder! wie uns einerHeidin, welche den stummen Götzen fröhnte und sieanbetete, eine Verehrerin und Anbeterin des einigenwahren lebendigen Gottes Israels geworden! !
Wie wunderbabr war die Veranstaltung GottcS fürihr Heil! Schon als sie den wahren Gott noch nichtkannte, schon da war Er es, der ihr das Zeugnis wer-den lies, durch dessen Annahme sie auf den Weg desGlanbens und der Erkenntnis ihres Heils gelangte;Er war es, der ihr Herz darnach verlangend machte,der sie dahin leitete, wo sie zum reinen Licht seiner see-ligmachenden Erkenntnis gebracht werden konnte.
Mit Freuden übergab die Konigin nun dem Salomo,als ein geringes Opfer der Dankbarkeit, was sie anGold und Schätzen mitgebracht hatte.
Salomo, der ihrer Gaben wohl nicht bedurfte,nahm sie dennoch an, und was davon brauchbarwar, zum Baue des Tempels, daS heiligte er durchdiesen Gebrauch zur Ehre Gottes, Würde es die guteKonigin nicht betrübt haben, wenn Salomo das einzigeOpfer der Freude und Dankbarkeit, das sie ihm zubringen vermochte, nicht angenommen hatte? Salomonahm also ihre Geschenke um ihrer selbst willen,aus Liebe — nicht aus Bedürfnis an, und zumBeweise gab er ihr dagegen alles, was sie nur be-gehrte, und von ihm erbat; — ja, weit mehr als siebat — oder zu bitten verstand und wagte.
Zuerst hatte sie ans der Quelle seiner Weisheit undErkenntnis, zur Sättigung aller ihrer Wünsche geschöpft;und nun wurde ihr auch die Fülle seiner übrigen Schätz?