von Arabien.
lich, hatte sie den hohen Begriff vom Salomo, wie siesolchen aus dem Gerücht von ihm haben konnte undmußte, daß er ein Mann Gottes — ein erwähl-ter begnadigter Gesalbter des Ewigen sey, der mit ho-hen Gaben und Vorzügen ausgerüstet war: So darfman vielmehr glauben, daß sie die großen Geschenkezu einem Opfer des Dankes, der Freude und derriefen Verehrung für Salomo bestimmte, so wiees die drey Weisen aus Morgenland für den neuge-bohrnen Heyland der Welt thaten; die zwar sehr wohlwußten, daß das Kind, welches sie suchten und in derKrippe fanden, der Herr vom Himmel und der Schöpferaller Dinge war, und also ihrer armen Geschenke nichtbedurfte; deren Geschenke daher nur die Früchte derFreude und Liebe waren, die ihre Herzen gegen dengesuchten und gefundenen Gegenstand ihrer innigstenWünsche erfüllten. Und, mein Theurester! gicbt manda nicht gern und mit Freuden Alles, auch das Bestezum Opfer hin?
Nie können himmlische Güter, Gaben und GeschenkeMit i rrd isehen erkauft — nie vergolten werden; Aberder Herr stehet das Herz an, i Sam. 16, 7. und istdis rein vor ihm, so erhält auch der Trunk Wasser,den ich in meiner sonstigen Unvermögenheit aus Liebe,Erkenntlichkeit und Dankbarkeit einem meiner Brüderreiche, der mich auf den rechten Weg zum Leben leitete —alle auchirrdischeAcußerungen derRegung und des Dank-gefühls meiner Seele, erhalten dann einen Werth inden Augen Gottes, und daS irrdische niedre Opfer einerdurch die Liebe gereinigten und geheiligten Seele istköstlich und geltend vor den Augen desjenigen, vor demauch selbst das heiligste Opfer des Seraphs in der gold-nen Schaale vor seinem Thron, nur darum heilig, reinund werth ist, weil crs in tiefer Demuth mit bedecktemAntlitz, im Gefühl seiner Unwürdigkcit, Ihm darbringt.