z?. IV. Brief. Die Königitt
Aber gesetzt, die Königin von Arabien hatte die Absichtgehabt, mit ihren Geschenken sich desto gewisser dergnten Aufnahme, und der Erreichung ihrer Wünsche zuversichern: gern würde man ihr verzcyhn, ohne dar-aus auf Unrcinigkeit ihrer Absicht zu schlüssen, dg sieals eine Hcydin, noch nicht wußte, noch wissen konnte,daß sich die Weisheit von oben nicht erhaschen, er-schleichen, daß sich die Erfahrungen und Kenntnissegöttlicher Dinge — daß sich endlich die göttlichen Ga-ben, wie Petrus zum Zauberer Simon sagt, nichtdurch Geld erkaufen lassen, Actor. 8,20. sonderndaß solche umsonst empfangen werden, und um-sonst wieder andern mirgctheilt werden müssen:Matth. 10, 8.
Das, lieber Bruder! weiß nur der Christ, demder Zuruf worden ist: Wer durstet, der komme! undwer da will, der nehme das Wasser des Lebensumsonst: Offenb. 22, 17. der kaufe und esse ohneGeld-; Jes. 55, 1. sowohl Sättigung für die Seele, alsFülle der Weisheit für den Geist: Sir. 51, gz. Unddemohngcachtet — ach! müssen wir es nicht schaam-roth bekennen! — wie nur zu oft, zahlen Wir Gelddar, da kein Vrod ist, und unsere Arbeit, da wir nichtsatt von werden können!
Wie oft vcrmcyncn wir die Weisheit auf Schleich-wegen und mit unreinem Herzen zu erhaschen, da wirdoch wissen, daß sie, wie Salomo sagt, nie in eineunheilige, boshafte Seele kommt, Sap. 1, 4.! Wie oftglauben Wir, daß Glück, Ehre, Vorzüge, nnS einnäheres Recht an die Fülle der göttlichen Gnaden-Ga-ben, geben, und daS können wir thun, die wir glau-ben und wissen, daß alle gute und vollkommne Gabevon oben herab kommt vom Vater des LichtS, Jac.1, 17. — daß alles, was wir Gutes empfangen, unsnur aus freyer Gnade und Barmherzigkeit um Jesu
Willen,