von Arabien.
berns nöthige und schöne Eigenschaften einesHerzens, welches die Gnade in ihre Leitung auf demWege des Glaubens hingenommen hat. Da aber dieGeschichte daS Gerücht vom Salomo, ein Gerüchtvom Nahmen des Herrn nennt, so ist um somehr gewiß, wie ich schon bemerkt habe, daß der Be-griff von etwas Göttlichen, welches im Gerücht vomSalomo lag, und nach dessen Erfahrung das Her; derKönigin begierig worden war, ihr hohes Ideal vonSalomo geformt haben mochte, und daß also einereinere Absicht, als eitle Neugierde sie ans den Wegtrieb, und alle Hindernisse besiegte. Gewiß war es dieSehnsucht der Seele nach der Erkenntnis und Erfah-rung göttlicher Dinge, die sie in ihrem Lande, und ausdenen ihr bisher bekannten Quellen nicht schöpfen konnte.
Die Neugierdeist eine Eigenschaft aller mensch-lichen Seelen; sie ist nur dann sträflich und Fehler,wann sie die Seele ganz heherrschc, wenn sie mehr,als Leiter, auf dem Wege zur Wahrheit ist; wennsie die Thatigkeit unserer Kräfte erschlafft, so baldsie gestillet ist; wenn sie die Grenzen der Be-scheidenheit im Weltlichen, und der stillen glau-bigen Erwartung in göttlichen Dingen, über-schreitet, und in ihrem Vorgreifst!! die ewige Weis-heit und Gnadein ihren Wegen mit uns, beeinträch-tiget.
Ach! es gehört viel Licht der Gnade dazu, umin göttlichen Dingen überall die Grenzlinie zu erkennen,wo unserer Vernunft sowohl, als den würksamen Kräf-ten unserer Seele, das bis hieher und nicht wei-ter, vorgezeichnct ist: Und Du, mein lieber Bruder!weißt es aus eigner Erfahrung, wie oft wir, beson-ders in Absicht und Besitz höherer Gnaden Gaben, mitdenen wir nur ganz uns leidend verhaltendeWerkzeuge in der Hand des Herrn sepn sos-