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Unterhaltungen für gläubige Seelen
Entstehung
Seite
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2.8 IV. Brief. Die Königin

und frölich seyn, und alle Wege sagen wirst: Hochge-kobct sc» der Herr. Psalm 70, 5.

Die Residenz Solomons war in Jerusalem; undgewiß, es setzt bei der Konigin von Arabien einen festenund wohlüberlegten Entschlns voraus, und zeigt vonder Große der Begierde nach Sättigung ihrer erwach?ten Wünsche, daß sie sich zu einer so weiten und be-Hhwerlichen Reise entschlüsselt konnte.

Wie beschämend ist ihr Beispiel für unser Herz,für uns die wir nicht nöthig haben, die Weisheit,die Wah heit das Licht, das uns zum ewigen Le-ben erleuchtet, in fernen Landen aufzusuchen!für uns, die Glücklichen, die wie Paulus Rom.10, 6-8 sagt, weder in den Himmel hinauf, nochin die Tiefe hinabfahren dürfen, um den im Glau-ben zu ergreifen, der uns von Gott gegeben ist, zu un-srer Gerechtigkeit, Weisheit, zum Weg, zur Wahrheit,Leben und Seeligkeit sondern von denen cS heißt:das Wort ist Dir nahe, in Deinem Munde, undin Deinem Herzen. Siehe, ist stehe vor derTh ü r eund klopfe an; so jemand meine Stimme hören unddie Thure aufthun wird, zu dem werde ich einge-hen und das Abendmahl mir ihm haltenund er mit mir Ostend, z, 20. Hobel. 5,2.Joh. 14, 2 Z.

Ach! aber, wie lange lassen wir oft den HerrnJesum vergeblich rüsten und anklopfen, che wir auf-thun! ach! wie lange widerstrebe» wir, ehe wir seinersüßen Stimme folgen!

Die Königin Arabiens war eine Heidin, und darumwürde es ihr zu verzeihen seyn, wenn der Trieb, dersie zur Reise beseelte, nur die Wirkung einer bloßenNeugierde gewesen wäre, um etwas Ungewöhnlicheszu hören und zu sehen. Auch dann würde ich ihreEntschlossenheit und Standhaftigkeit bewun-