von Arabien. 2Z
Aus diesem allen nun erhellet die Unterwürfigkeitder Vernunft unter das Gesetz, und unter das Liehtund die Leitung des Glaubens. So bald die Vernunftin Demuth und Gehorsam hierin mit unserm Herzeneins wird, so wird ihr Licht durch die Vcrbinoung mtidem Licht des Glaubens, erhöhet und gereinigt, undverstärket, und selbst daS irrdische Werk des Menschenhat Gewinn, und sein ganzer Sinn und Wandel, er-hält Berichtigung und Uebereinstimmung davon; denner hat, nach den schon angeführten Worten Salomons,die Weißheit und den Geist ans der Hohe, wodurchauch der Menschen Thun und Werk auf Erden richtigwerden kann. — Sap. y, 18.
Die, durch die Gnade geheiligte, geordnete unddem Gehorsam der ewigen Wahrheit unterworfeneVernunft, dient ocm Glauben zur Grundlage, und dasverbundene Licht dieser bcvdcn giebt eine grade Liniefür die Erkenntnis deS Geistes, die aus dem Ge-biet h e der Zeit in die Ewigkeit reicht.
Im natürlichen Menschen ist die Vernunft wür-kend in der Erkenntnis natürlicher Dinge; So baldsie es in gbttlichen Dingen auch fem, will, so ist sieblind; soll sie sehend und erleuchtet werden, so mußsie durch das göttliche Licht des Glaubens leidendgemacht werden, wie es das Organ des Auges, inAnsehung der Sehekraft meiner Seele ist.
Der Glaube bedient sich der Vcrnunftkraft, wie dieSeele sich des Auges , und der übrigen sinnliche» Werk-zeuge bedienet. Was sich vom Verhältnis des äussernAugeS, und der innen, Seele sagen läst, daS giltauch von dem Verhältnis zwischen der Vernunft unddem Herze»: denn der irrdische änssere Mensch trägtdie Signatur des Innern. Alles nun, was wir dabemerken können, reducirt sich auf die Wahrheiten:Was der äussere Sinn empfängt, muß er der Seele
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