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Unterhaltungen für gläubige Seelen
Entstehung
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von Arabien. !Z

und Heil derer, welche diese Einladungen der Gnadeim Glauben annehmen, und auf diesem Wcne derWahrheit, zum Licht und Leben hingeführet wurden.

Aber wie Johannes schreibt „ Er kam in sein Eigen-thmn, die Seinen nahmen ihn aber nicht auf; Er rufte,sie mochten aber nicht hören :c. — so geht es noch jetzt;und allein in diesem Widerstreben des menschlichenHerzens gegen den Ruf der Gnade, darin allein liegtder Grund, daß man auch außerordentliche Thatcn undDinge, die Gott zum Heil der Menschen auf Erden thut,und wunderbahr — der gewöhnlichen Vernunft un-begreiflich in Führung der Menschen geschehen last, nichtuntersu ch e n m a g; sondern durch Verwerfung dessen,was ihm unbegreiflich scheint, dem Zuge der Gnadeausweicht, den wohl mancher, indem er spottet, undverlacht, in seinem Herzen fühlet.

Die Arabische Königin mag nun von außen her mehroder weniger Bestätigungen, mehr oder weniger bloshistorische oder Real - Zeugnisse von der Aechtheit desGerüchts von Salomo erhalten haben; so glaubte siedemselben doch, und zwar beruhte ihr Glaube an dieSache auf zwiefachen Gründen: Einmal, weildie erhaltenen Zeugnisse von der Wahrheit des Gerüchts,ihr nicht verstatteten, eine Sache zu verwerfen, derenUngewöhnliches, Uebernatürliches und Göttliches, siemit ihrer eignen Fassungskraft, nicht bcgreiffen konnte;Zu diesem Bewegungsgrunde, der schon fähig war, derwidersprechenden Vernunft, Stillschweigen zu gebiethen,gesellte sich ein zweiter, nehmlich: der innere Triebihres Herzens, und die durch jene Zeugnisse angefachteBegierde der Seele nach der Erkenntnis undlebendigen Erfahrung des Großen und Göttlichen,welches daS Gerücht von Salomo in sich enthielt; Dererste angeführte Beweggrund, erzeugt den tobtenhistorischen Glauben, und ist ein bloßes Werk der