von Arabien,
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Der Leichtglanbe ist Schwache der Seele; diesezeuget zwar vom Mangel der Erfahrung; doch wennglejch die Schwache das Maas der Vollkommenheit ver-mindert, sy hebt sie doch die Kräfte und Fähigkeiten derSeele zur Vollkommenheit nicht ans, und kann oft dieBegleiterin eines edlen, und mit Trieben zum Gute;» undzur Wahrheit erfüllten Herzens seyn.
Der Leicht glaube ist die Eigenschaft der Kind-heit; und selbst die Leichtgläubigkeit eines Kindes, zeigtvon der mindern Verdorbenheit seines Herzens, denn siegründet sich auf den Trieb nach Wahrheit und Erkennt-nis, und auf Liebe und Vertrauen gegen die, denen esglaubt, und denen es sich zur Belehrung und Leitunghingiebt; und ist alsdann ein Kind in guten Händen,so ist sein Leichtglaube vielmehr eine gute und wohlthätigeStimmung der Seele, und das Mittel zur Vermehrungseiner Erkenntnisse und Erfahrungen.
Der Unglaube hingegen hat mit jenem nicht nurdis gemein, daß er von Ünvollkommenheit und Schwächeder Seele zeugt, sondern überdies verschlüßr er auchdie Seele des Menschen und ihre Kräfte, mit denen siedie Wahrheit ergreiffen und zur Erreichung des Hbhernsich ausstrecken soll, und hält sie in der natürlichen Fin-sternis und Kraftlosigkeit zu allem Guten gefangen.
Unglaube ist Härte und Unbiegsamkeit der Seele,welche den sanften Aufforderungen, Einladungen unddem Zuge der Wahrheit, Widerstand leistet. DerLeichtglanbe ist nur negativer Fehler und UnVollkommen-heit der Seele; der Unglaube hingegen ist ein positiverUebelsiand derselben, welcher dem Licht und der Wahrheitden Eingang in die Seele, mit eisernen Riegeln versagt.
Nun — die Königin von Arabien horte das Ge-rücht von der .Herrlichkeit und Weisheit Salomons, undje mehr Ausserordentliches, Großes und Göttliches darinzvar, desto gewisser kann man annehmen, daß sie die