Druckschrift 
9 (1804)
Entstehung
Seite
168
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sie durch die grüne Farbe ihrer Rüstunihrer Waffen, und ihrer Kleidung. Mci<sicns unternahmen sie ihren Ritterzug zurErfüllung eines gewissen Gelübdes, das sieihren Schönen abgelegt hatten. Eine solcheDame verlangte z. B. von ihrem Ritter dieBildnisse von zc> andern Damen, derenVerehrer er überwunden haben würde. DerRitter zog aus, mit ihrem Bildnisse auf demSchilde. Die andern Ritter wurden in demhöflichsten Ausdrücken zum Kampfe aufgefor-dert, und noch vor dem Verlaufe eines Jah-res legte jener die gewünschten zo Bildnissezu den Füßen seiner Dame nieder.^

Drey Jahrhunderte hindurch, vom eilftcnbis zum vierzehnten, befand sich das Ritter-Wesen in seiner Blüthe. Die größten Mo-narchen glaubten sich durch die Rittcrwürdegeehrt. Ein Friedrich I, ein Philipp August,ein Heinrich II, ein Richard Löwenhcrz, Ko-then ihr ganzes Bestreben auf, um sich dieEhre der vollkommensten Ritterschaft zu er-werben. Die Krcutzzüge dienten gleichsamzum Vercinigungspunkte der Ritter und desNittcrgcistes, dem selbst die Türken ihre Ve-

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