Druckschrift 
9 (1804)
Entstehung
Seite
162
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Wappen und Helme derer, die zum Turnierezugelassen zu werden wünschten, und die mauvorher zur Schildschaue in einer Kirche auf-gehankt hatte, von den Damen, in Gesell-schaft der Turuierkdnige oder Kampfrichter,untersucht. Berührte eilte Dame das Wap-pen ihres Beleidigers , so unterwarf sie den-selben einer fürchterlichen Untersuchung, sosetzte sie ihn der Gefahr aus, von den übri-gen Rittern und Knapcn so lange gewaltigdurchgeprügelt zu werden, bis er mit lauterStimme die Dame um Gnade bath, undBesserung versprach. Doch es gab Damcn-Nittcr, deren Pflicht es war, die zu Hart-gestrafren in Schutz zu nehmen. Sie bewirk-ten dieß durch einen auf eine Lanze gesteck-ten, mit goldenen Franzen gezierten Schleyer,den sie auf den gcmiHandcltcn Ritter hcrab-ncigten. Alle Reden und Formeln die dabei)vorkamen, waren genau vorgeschrieben.

Bei, dem Turniere selbst hatte alles aufdie Damen, und vornehmlich auf die Damedes Herzens, Beziehung. Die dem Tur-niere entgegen gehenden Ritter, die, unterdem Schalle von Pauken, Trompeten und

andern