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das sich in Gefahr befand, seine Freyheitund Unschuld zu verlieren, doch alle feineKräfte, allen seinen Much auf, um die an-gebetete Schöne von dieser Gefahr zu be-freyen. Er eilte der entführten Dame nach;er ließ sich mit ihrem Räuber in einem ent-scheidenden Zwcykampf ein; er zerstörte dasRaubschloß, aus dem derselbe ausgegangenwar. Allmählig wurde es eine der erstenPflichten der Ritter, die Unschuld in Schutzzu nehmen und zu vcrtheidigcn.
Seit Gregors VIl Eheverboth für dieGeistlichen, durften viele Ritter nicht mehrHeyrathen. Für andere wurde die ehelicheVerbindung durch Stand, Alter, Vaterland,und Lehnsordnung sehr gehindert. Manchezärtliche Herzen trennte die Strenge derkirchlichen Gesetze. Mancher Ritter hatte,bey der Erreichung seines feurigen Wunsches,mit großen Aufopferungen und Beschwerdenzu kämpfen. Alles dieß trug dazu bey, dieLiebe in ein glühendes Spiel der Phantasiezu verwandeln, und die Töne der Liebes-sprache überirdisch - fein zu stimmen.
Galan-