Druckschrift 
9 (1804)
Entstehung
Seite
151
Einzelbild herunterladen
 

,;r

weiter nichts, als Buchmäkler. SolcherBuchhändler gab es zu Paris (iznz) achtund zwanzig, und es befanden sich unter demselben zwey Weiber. Jedes Buch, das sie aus?gaben, mußte vom Rector, oder dessen Bc?vollmächtigtcn, erst durchgesehen werden, damites im Publikum nicht uncorrcct erscheinenmöchte. Man gab die Bücher hcfcweise aus,und derjenige, der sie abschreiben wollte, be?zahlte natürlich mehr, als derjenige, der sichmit dem Lesen begnügte. Gelehrte und Stu?bietende, die kein Vermögen hatten, konntengroße Werke weder lesen noch kaufen; schonim iztcn Jahrhundert vermachten daher edeldenkende Männer Stiftern, oder hohen Schu?lcn, ihre Bücher mit der Bedingung, daß siedieselben armen Studenten unentgeldlich zumlesen geben sollten.

Den theuern Preis der Bücher vcrur?sachten aber nicht allein das Abschreiben, son?dem auch das kostbare Pergament oder Pa?picr, und die mit Goldblättchen belegten undilluminirten Abbildungen, mit welchen mandie Bücher ausschmückte. Eine Sammlungvon 114 Bänden, die der Kaiser Karl IV der

hohen